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Häufig gefragt wurden wir auf der aktuellen Hochzeitsmesse, was denn der Unterschied zwischen Anzug und Smoking wirklich wäre. Hier die Hauptkriterien:

  • Der Smoking ist schwarz oder mitternachtsblau, in Amerika „Tuxedo“, in England „Dinner Jacket“ genannt. Man trägt ihn vor allem dann, wenn man bei Einladung der Bitte nach einem „Black Tie“ nachkommen möchte.
  • Das Sakko besitzt ein in Satin abgesetztes Revers. Zum Einsatz kommt hier ein echter Seidensatin oder der künstliche unempfindlichere Ersatz, die sogenannte „Revers-Seide“. Auch die Taschenpaspel werden in Satin abgesetzt. Die Knöpfe sind mit Satin ummantelt. Das Smoking-Sakko hat normalerweise keine Klappen (Patten) auf den seitlichen Taschen und keine Rückenschlitze. Am Markt kursieren sowohl Zweireiher als auch Einreiher in Ein- und Zweiknopfvarianten.
  • Die klassische Smokinghose besitzt seitlich einen Besatzstreifen aus Satin, den sogenannten „Gallon“. Bei modernen Varianten wird der Gallon durch einen schmaler ausfallenden Paspel aus Seidensatin ersetzt. Aber immer ist dieser glänzende Seitenstreifen zu finden. Die Hose wird ohne Umschlag getragen, klassisch mit Bundfalte, moderner Weise ohne, also als sogenannte „Flat front“. Gürtel zum Smoking ist tabu – entweder kommen Hosenträger zum Einsatz oder ein sogenannter Tunnelbund, der die Verengung der Hose über einen geknöpften Gummizug zulässt.
  • Zum Smoking trägt man eine gleichfarbige Schleife (gemeinhin als Fliege bekannt) sowie einen gleichfarbigen Kummerbund (von cummer bund, indische Taillenschärpe) oder eine Smokingweste mit tiefem U-Ausschnitt. Beide Varianten sollen vor allem davor schützen, dass unter dem Schließknopf des Smoking das Hemd hervorlugt. Die stilvolle Schleife ist natürlich handgebunden und entspricht der Kragenweite des Hemdes – muss daher nach Maß und an einem Stück gearbeitet sein.
  • Das Hemd ist normalerweise von weißer Farbe und wird mit Umschlagmanschetten getragen. Es besitzt einen normalen Kentkragen oder einen Kläppchenkragen und nie eine Knopfleiste mit sichtbaren, angenähten Knöpfen. Entweder ist die Knopfleiste verdeckt oder für den Einsatz von Schmuckknöpfen vorbereitet. Das Hemd darf seitlich der Knopfleiste auch eingesetzte Falten, die sog. „Biesen“ besitzen.
  • Die Schuhe sind schlichte Oxfords in glänzendem schwarz, klassischerweise sogar in Lack.

Das Umfunktionieren des Smokings wird dann und wann für Hochzeiten vorgenommen. Wenn der Wunsch nach der Anschaffung eines Smoking mit der Hochzeit verbunden wird, erleben wir auch die Kombination des zweiteiligen Smokings mit einer Hochzeitsweste, dem Plastron und damit einhergehend einem Hemd mit Haifischkragen – des Plastronknotens wegen. Diese Kombination ist allerdings für normale Abendanlässe mit Smokingpräsenz absolut unzulässig.